Thomas Reusch-Frey. Im Gespräch mit den Menschen.

Zu fünft an einem Tisch

Verheiratet bin ich seit 1990 mit Pfarrerin Petra Frey. Wir haben einen Sohn und zwei Mädchen. Damit unser gemeinsames Engagement für mehr Nachhaltigkeit kein Lippenbekenntnis bleibt, haben wir auf dem Dach unseres Hauses eine Fotovoltaikanlage installiert und nutzen die Solarenergie zur Warmwassergewinnung. Wir fahren ein Erdgasauto und unsere fünf Fahrräder sind regelmäßig im Einsatz. Als Mitglied der Energiegenossenschaft Ingersheim engagiere ich mich für die Windkraftkraftanlage zwischen Ingersheim und Besigheim. In der Freizeit verbringe ich gerne die Zeit in der Familie, jogge und besuche Städte.

Ehrenamtlich bin ich als Vorstand der Stiftung für die Diakoniestation Bietigheim-Bissingen e.V. tätig. Durch die Stiftung wird ein Krisentelefon für Familien in Not und ein Betreuungsangebot für Demenzkranke unterstützt.

Von der Hauptschule zum Abitur –
Vom Landwirt zum Pfarrer

Am 4. März 1959 erblickte ich in Metzingen am Fuße der Schwäbischen Alb das Licht der Welt. Meine „Schulkarriere“ führte mich über die Grundschule, die Hauptschule und Realschule schließlich aufs Gymnasium. Nach dem Abitur leistete ich Zivildienst im Bruderhaus Schernbach in der Nähe von Freudenstadt und absolvierte eine Ausbildung in der Landwirtschaft. Ich bin also staatlich geprüfter Landwirt.

Danach zog es mich zur Uni: In Tübingen, München und Zürich studierte ich Theologie. Um Kompetenzen in der Wirtschaft zu erwerben, arbeitete ich nach dem Studium als „Theologe in der Arbeitswelt“ ein Jahr bei Mercedes-Benz und IBM.

Von 1994 bis 2011 arbeitete ich als Pfarrer an der Kilianskirche in Bietigheim-Bissingen. Als Gemeindepfarrer war ich mit allem befasst, was mit Menschen zu tun hat: Von der Geburt übers Älterwerden bis zum Tod, vom Kindergarten über die Schule und das Arbeitsleben bis zum Ruhestand. Der tägliche Kontakt mit Menschen aller Altersstufen und aus allen sozialen Schichten hat auch mein soziales und politisches Engagement, das von Jugend an zu mir gehört, noch verstärkt.

Ein neues Kapitel

Am 27. März 2011 wurde ich in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt und am Ostermontag offiziell als Pfarrer verabschiedet. Als Landtagsabgeordneter kann man nach den rechtlichen Bestimmungen den Beruf des Pfarrer nicht ausüben, deshalb kann ich mich voll und ganz meiner Arbeit im Landtag widmen.